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Aeschbacher Werner
Werner Aeschbacher: Schwyzer Oergeli
 
Werner Aeschbacher ist keiner, der laut behaupten würde. Ein Abschwächer ist er, der Bauernsohn aus Eggiwil, einer, der jede Aussage mit «fasch gar es birebitzeli» relativiert, ein manisch Bescheidener: Den Zauber seiner Musik schreibt er nicht sich selber, sondern seinen Instrumenten zu. «Eigentlich erstaunlich für ein Schwyzerörgeli, was alles drin ist», sagt er, setzt an und lässt sein Örgeli tiefschwarz trauern, treibt es in Beklemmtheit, löst sie auf, erhellt kurz die Düsternis, verdunkelt die lichten Töne aufs Neue. Stets lauscht er mit schräg gelegtem Kopf dem eigenen Instrument, neugierig, zuversichtlich. Aeschbacher macht einen Choral zur Mazurka, dann zur Milonga, lässt zuletzt nur den Balg tonlos schnauben. Und sagt dann: «Hab einfach dem Örgeli zugehört.»
Bänz Fridli
 
CD:
ab September 2009
Aeschbacher Werner: aeschbacher x solo
aeschbacher x solo
Aeschbacher mischt Dur und Moll, spielt Bolero, Blues und Swing, ersinnt Harmonien und erfindet Bässe, für die das Örgeli gar nicht gebaut ist – er hat dafür eigens eine Spieltechnik entwickelt. Und er begleitet sich selbst mit dem Fuss, auf einem Perkussionsinstrument, das er aus einem Hufeisen und einem alten Fahrradgepäckträger selber geschmiedet und gelötet hat. Der Mann klingt wie ein ganzes Orchester, seine Musik ist einzigartig. In sich ruhend, stoisch beinahe spielt Aeschbacher, doch er weitet den Horizont gegen innen, hebt ab in die Ferne, sehnt sich nach Paris, erinnert sich an Castelfidardo und dessen Akkordeonmanufakturen, er lässt den gregorianischen Wolf heulen, schweift aus zu Banana Joe und streift mit uns dann wieder durchs vertraute Emmental, denn immer musiziert er auf dem Fundament einer Volksmusik, die er über Jahrzehnte verinnerlicht hat.
Einzig er und seine Örgeli sind auf diesem Album zu hören, dazu ein wenig Fussperkussion – mehr brauchts nicht. Das Alleinsein verleiht ihm Flügel, wir müssen «Aeschbacher x solo» so lesen: Hier multipliziert einer seine Fähigkeiten.

Nar 2009057 «aeschbacher x solo»

1 Gütsch Ruef
2 Bertsche Hammer
mit Fussperkussion
3 A Ufsteuer füre Ueli
4 Malonda
5 Erinnerungen an Fabienne und Corrine
6 Tango Django (Aeschbacher / 4.Teil Reinhardt)
7 Ricordando Castelfidardo
8 Elsas Wechseltaktstück
9 Im Ämmitau
10 Stüdubärg/Herbstfahrt
11 Banana Joe
12 Merandin
13 Bolero im Poukaschritt
mit Fussperkussion
14 Robiten
15 Betrachtungen
mit Fussperkussion
16 Gregorianischer Wolf
17 Für Schanin
18 Tarantella Siciliana
(trad.)
19 Sehnsucht nach Paris
20 Jürgisch
mit Fussperkussion
21 Es brönnt
22 Happy Tanz
mit Fussperkussion
23 Orgelstückli
23 Orgelstückli
 
Kontakt und weitere Infos:
 
Röhrender Hirsch
Christoph Yogi Birchler
Postfach • 9004 St.Gallen
Tel. 071 223 62 77
info@roehrenderhirsch.ch
 
www.aeschbacher.li